Artikel bewerten:
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(Vote now)
Loading ... Loading ...

NEUE ARTIKEL

Käßmann hätte besser missbrauch betrieben

Donnerstag, 25.Februar.2010 | Autor Mo | Rubrik: Politik

Die Chefin der evangelischen Kirche hätte wohl besser Kinder missbrauchen sollen. Das Schlimmste, das passiert wäre, wäre vermutlich eine Versetzung. Mehr auch nicht. Doch sie ist nicht in der katholischen Kirche und hat einfach nur zuviel Alkohol im Blut und ist damit auch noch Auto gefahren. Das reicht aus um den Job zu verlieren. Gut, öffentlich heißt es, das sie selber den Rücktritt haben wollte. Doch mal ehrlich, jeder Mensch macht Fehler und im Verhältnis zur sexuellen Gewalt, ist zuviel Alkohol am Steuer doch eher harmlos. Auch wenn Alkohol am Steuer nicht richtig ist und damit fremdes wie auch eigenes Leben gefährdet wird (was mit Recht eine Straftat ist). Man bedenkt allerdings auch das Frau Käßmann eine Straftat als Privatperson begannen hat, was nix mit ihrem Job zu tun hat.

Überall sieht und hört man, das die "Chefin" der evangelischen Kirche einen verdamt guten Job macht. Eine Frau, die wirklich was leistet und die man (laut öffentlicher Meinung) nicht so einfach ersetzen kann.

Trotzdem muß sie gehen. Das verstehe und akzeptiere ich genauso wenig wie das, was in der katholischen Kirche los ist. Priester betreiben mehrfachen und schweren sexuellen Missbrauch (zumindest nicht gerade wenige Priester). Diese werden dann einfach versetzt. Opfer bekommen, wenn diese laut genug klagen, auch noch Schweigegeld und nix passiert. Gerade diese Priester müßten von allen Ämtern enthoben werden. Vielleicht wird man die katholischen Priester auch einfach los, indem man diese betrunken ein Auto fahren lässt. Der Zweck heiligt die Mittel, zumindest manchmal....

Wie auch gestern bei "hart aber fair" zu sehen, wird mehr oder weniger alles in Schutz genommen und mit windigen Gründen verteidigt, wenn es um sexuellen Missbrauch durch Priester geht.

Alkohol ist eine Droge. Eine gefährliche Droge zudem. Und es gibt viele große Stars, welche geliebt werden für das, was diese tun. Ob es nun Mel Gibson, Charlie Sheen oder Harald Junke ist. Das Problem Droge wird als menschlicher Zug und als ein Teil des Charakters betrachtet. Alle haben ein Problem mit Drogen, aber der Fehler wird verziehen, weil diese einen guten und öffentlichen Job machen. Frau Käßmann macht auch einen guten Job, hat (warum auch immer) zuviel getrunken und ist (leider) mit dem Auto gefahren. Im Sinne dessen, das sie ihre Glaubwürdigkeit behalten will und im Sinne ihres moralischen Denkens, war der Rücktritt zwar irgendwie konsequent, doch nicht richtig.

Politiker, die alles, aber auch alles falsch machen und dann auch noch ihr Amt missbrauchen oder gar bestechlich sind, die bleiben im Amt. Politiker, die völlig falsch am Platz sind und "Fehler" machen wie der eigenen Frau fremd zu gehen, diese bleiben im Amt.

Naja, was soll man sich noch aufregen. Eigentlich kann man sich nur darum über sowas aufregen, weil man noch an etwas irdisches glaubt: Der glaube an Gerechtigkeit. Die fehlt mir derzeit extrem.


SCHREIBE DEINEN KOMMENTAR DAZU

2 Kommentare
Schreib ein Kommentar »

  1. Du bist das Opfer eines Mißverständnisses geworden.
    Niemand in der Evangelischen Kirche hat Frau Käßmann zum Rücktritt gezwungen. Sie mußte nicht gehen, sie wollte es. Aus freien Stücken.
    Sie hat auf diese Weise die Verantwortung für ihr Fehlverhalten übernommen.
    Ob man ihr Verhalten nun billigt oder mißbilligt, ist da vollkommen nebensächlich, weil jeder Mensch so handeln muß, wie er sich seinem Gewissen gegenüber in der Pflicht sieht. Aber das ist eine persönliche Entscheidung.

    Polemik hat übrigens auch wenig mit Gerechtigkeit zu

  2. Bin kein Opfer eines Missverständnisses. Habe ja gesagt das offiziell sie den Rücktritt wollte. Was inoffiziell gemacht wird (hinter verschlossenen Türen) weiß keiner außer den Beteiligten.

Schreibe ein Kommentar

Wir freuen uns auf Deinen Kommentar. Bitte keine persönlichen Beleidigungen gegenüber unseren Lesern. Du willst doch auch nicht beleidigt werden.